Zweiräder Mofa, Mopde und Co.

Plaudereien
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Bubu57
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Zweiräder Mofa, Mopde und Co.

Beitrag von Bubu57 » 02 Jan 2019, 16:49

Bin gerade dabei mich mal wieder ein wenig mit motorisierten Zweirädern
zu beschäftigen.

Kleine Einleitung: 1972 als ich meine Schlosserlehre anfing schenkte
mir mein Großvater im zweiten Monat meiner Lehre ein Mofa Puch Maxi.
Mofas durften damals ab 15 Jahren führerscheinfrei gefahren werden
(..heute muss man extra einen Mofa-Führerschein machen). Etwa
anderthalb Jahre später mit 16 machte ich dann meinen ersten Führerschein.
Es gab damals die Klasse 5 und die Klasse 4 die man machen konnte.
Klasse 5 war für Mopeds bis 40 km/h (..später 45 km/h) und Traktoren bis
25 km/h sowie Zugmaschinen bis 32 km/h. Die etwas teurere Klasse 4
schloss die Klasse 5 ein und war für sogenannte Kleinkrafträder bis 50 ccm
wie z.B. die Kreidler RS. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung gab es nicht
nur die Hubraumbegrenzung. Die meisten Kleinkrafträder waren damals
mit 80 oder 85 km/h angegeben liefen aber in der Praxis (ohne frisieren)
meist zwischen 90 und 100 km/h gut eingefahren auch schon einmal
110 bis 125 km/h. Die meisten deutschen Kleinkrafträder waren damals
Zweitakter die vor allem auch am Berg ein sehr gutes Durchzugsvermögen
hatten. Ausländische Firmen wie z.B. Yamaha oder Honda produzierten
dagegen meist Viertakter. In den 80er Jahren verschwanden dann die
klassischen Mofas, Mopeds und Kleinkrafträder nach und nach vom
Markt und die meisten deutschen Firmen mussten entweder schließen
oder stiegen auf andere Betriebszweige um. Heute werden fast nur
noch Mofa- und Mopedroller hergestellt und die meisten in Fernost
wie z.B. China oder Taiwan. Hier und da tauchen noch einmal bei
neuen Rollern die alten Namen von Kreidler, Zündapp oder Herkules
auf aber diese Fahrzeuge kommen aus ausländischer Produktion und
sind oft minderwertig (..hier wurde einfach nur der Markenname gekauft).

Warum ich das jetzt hier schreibe werde ich
Euch später erklären.

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Bubu57
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Re: Zweiräder Mofa, Moped und Co.

Beitrag von Bubu57 » 02 Jan 2019, 17:15

Weiter geht es:
Wie ich noch im alten BHV-Forum geschrieben hatte musste mein
bisheriger langjähriger Zweiradhändler vor kurzem schließen. Der
Händler existierte fast 70 Jahre und verkaufte ursprünglich neben
Fahrrädern vor allem Mofas, Mopeds und Kleinkrafträder der Marken
Kreidler, Herkules und Zündapp nach Ende der Ära herkömmlicher
Mofas und Mopeds stieg er auf Motorroller der Marken Vespa, Piaggio
und Peugeot um. Ende Oktober 2018 wurde der Firma ihre Werkstatt
wo sie fast 27 Jahre beheimatet war gekündigt und ein Neuanfang
an einem neuen Standort lohnt sich für den Inhaber und seinem
langjährigen Werkstatt-Mitarbeiter aus Altersgründen nicht mehr.
Im Normalfalle wollte der Inhaber ansonsten die Firma noch vier bis
fünf Jahre weiterführen. Neben den oben aufgeführten Marken
wurden in der Werkstatt auch sehr viele weitere Zweiräder von
Fremdherstellern gewartet und repariert. Nach der Schließung
ist nun in Marburg eine gewaltige Lücke entstanden und viele
Zweiradbesitzer wissen nun nicht mehr wo sie mit ihren Fahrzeugen
zur Reparatur, Wartung, TÜV usw. hinsollen und leider trifft das
auch für mich und meinen derzeitigen 125er Peugeot Roller zu.
Fortsetzung folgt ...

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Bubu57
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Re: Zweiräder Mofa, Moded und Co.

Beitrag von Bubu57 » 02 Jan 2019, 17:51

Mofa, Moped und Co. die Dritte:

Von 1972 bis 1977 habe ich, wie oben schon geschrieben, zunächst
ein Mofa der Marke Puch Maxi gefahren, dann ein Kleinkraftrad
Honda SS 50 und schließlich eine Kreidler RS. 1977 habe ich dann
meinen Führerschein Klasse 1 und 3 für Motorrad und Auto gemacht
und bin dann von 1977 bis 2011 ununterbrochen Auto gefahren und
war nur zwischendurch kurzfristig als Zweitfahrzeug mit einem
Moped der Marke Solo und einer 200 ccm Honda unterwegs. Ansonsten
habe ich mir immer nur mal wieder die eine oder andere schwerere
Maschine bei Freunden und Bekannten ausgeliehen.

2011 wurde es dann bei mir finanziell enger (Verlust meines alten
Jobs durch Insolvenz, Pflege der Mutter usw.). Seit dieser Zeit bin
ich wieder vom Auto auf Zweiräder umgestiegen. Die letzten 6 Jahre
war ich mit meinem 125er Peugeot-Roller unterwegs.

Jetzt kommen wir langsam zu meinem Problem. Mein Peugeot-Roller
wurde vor einiger Zeit, wahrscheinlich mutwillig, beschädigt. Bei gutem
Wetter auf vollkommen gerader Abstellfläche fand ich meinen Roller
in der Stadt plötzlich auf der Seite liegend wieder. Bei dem Sturz des
Rollers war dieser unglücklicherweise auf die Eckkante eines Beton
Blumenkübels gefallen und es gibt zwei kleine Risse in der hinteren
Kunststoffverkleidung. Normalerweise stören dies kleinen Risse überhaupt
nicht und die Kunststoffverkleidung hat ja auch nichts zu halten. Aber
Mitte des Jahres ist bei mir der TÜV fällig und da gibt es sicherlich wegen
dieser Risse Probleme. Lt. Schätzungslisten ist der Roller sowieso nach
6 Jahren nur noch ca. 400 bis 500 € wert. Eine neue Verkleidung plus
TÜV plus Inspektion lohnt sich da wohl nicht mehr wirklich und
ist eben wegen eines fehlenden Händlers vor Ort (..siehe vorherigen
Beitrag ziemlich kompliziert). Also muss wohl Mitte des Jahres etwas
neues her. Die Auswahl in Marburg ist da leider sehr gering geworden
zu mindestens was Roller und Motorräder angeht die ich mir leisten
könnte.
Genaue Überlegungen dazu werde ich später niederschreiben.

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Re: Zweiräder Mofa, Mopde und Co.

Beitrag von Kuddel » 02 Jan 2019, 19:11

Da kann man schon gut sehen wie es ist wenn der Onlinehandel die Händler vorort verdrängt :o

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Bubu57
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Re: Zweiräder Mofa, Mopde und Co.

Beitrag von Bubu57 » 02 Jan 2019, 19:23

Kuddel hat geschrieben:
02 Jan 2019, 19:11
Da kann man schon gut sehen wie es ist wenn der Onlinehandel die Händler vorort verdrängt :o
Genau das ist das große Problem in Marburg.
Ich kann natürlich einen Roller über einen Onlinehändler bestellen aber
was wenn eine Reparatur oder TÜV nötig ist. Das kann sich dann ewig
hinziehen. Außerdem sind die halbwegs bezahlbaren Roller meistens keine
Markenroller sondern irgendwelche Billigimporte. Mein derzeitiger Roller
Peugeot Tweet 125 wird zwar auch irgendwo in Fernost, ich glaube China,
hergestellt aber es gibt da immer noch durch die Firma Peugeot eine gute
Qualitätskontrolle und ich muss sagen das ich mit meinem Tweet wirklich
sehr zufrieden war bzw. bin.

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Re: Zweiräder Mofa, Mopde und Co.

Beitrag von Bubu57 » 04 Jan 2019, 15:34

Tja, habe mich in den letzten Tagen noch einmal so richtig
schlau gemacht und so bescheuert es klingen mag aber es gibt
in Marburg einer Stadt mit fast 80.000 Einwohner praktisch
keinen einzigen Zweiradhändler mehr. Eigentlich hatte ich
vor mir Mitte des Jahres wieder einen Peugeot-Roller zu kaufen
nur ist der nächste Peugeot-Zweiradhändler über 20 Kilometer
von mir entfernt und liegt dazu noch mitten in der Botanik in
einem kleinen Ort ohne vernünftige Busverbindungen etc.
Der nächste Honda-Händler ist 57 Kilometer entfernt der
nächsten Vespa und Piaggio-Händler ebenfalls zwischen 21 und
59 Kilometer von mir entfernt. Der einzige Händler in Marburg
wäre da noch so ein Kawasaki und Yamaha-Händler aber die
Fahrzeuge sind einfach viel zu teuer (..da zahle ich locker
das doppelte wie bei Peugeot und so dicke habe ich es ja auch
mal wieder nicht).

Einzige Möglichkeit in Marburg ist noch A.T.U. deren Roller
sind aber nicht unbedingt die erste Wahl was Qualität und
Haltbarkeit angeht. Leider werde ich aber wohl doch dort
kaufen müssen.

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Re: Zweiräder Mofa, Mopde und Co.

Beitrag von Kuddel » 04 Jan 2019, 20:40

20 Kilometer bis zum Händler finde ich geht eigentlich,dann müsste nur das hinbringen und wieder abholen organisiert werden🤔🤔

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Re: Zweiräder Mofa, Mopde und Co.

Beitrag von Bubu57 » 05 Jan 2019, 12:11

Kuddel hat geschrieben:
04 Jan 2019, 20:40
20 Kilometer bis zum Händler finde ich geht eigentlich,dann müsste nur das hinbringen und wieder abholen organisiert werden🤔🤔
Es sind zum Peugeot-Händler 21 Kilometer und der Händler liegt mitten in
der Botanik. Bus kann man da schon vergessen, Taxi natürlich viel zu teuer
also ist man immer auf irgendwelche Freunde oder Bekannte angewiesen
und da sieht es bei mir mittlerweile ziemlich rar aus. Außerdem ist der
Zeitaufwand zu bedenken. Zum Händler muss ich durch 9 Ortschaften
fahren mit teilweise 30er Beschränkung da bin ich mindestens schon
mal 45 Minuten also hin und zurück 90 Minuten unterwegs plus Abwicklung
beim Händler usw. (..also 2 bis 2,5 Stunden ist schon einmal das Minimum
was man da einplanen muss) und ich kann ja meine Mutter nicht viel länger
als anderthalb Stunden alleine lassen und es ist ja nicht nur das einmalige
abholen des Rollers sondern bei den Peugeot-Roller musst Du alleine in den
ersten 12 Monaten 3x zur Inspektion bei 500, 1000 und 2500 Kilometer bzw.
alternativ nach 1, 6 und 12 Monaten. Schwierig kann es auch mit Reparaturen
sein da muss der Roller eventuell vom Händler bei mir in Marburg mit dem
Transporter abgeholt werden und das sind alles zusätzliche Kosten die ich
bisher bei meinem Händler vor Ort nicht hatte. Auch bei so Kleinigkeiten
z.B. der Roller fällt mal um und Du benötigst einen neuen Spiegel dann
musst Du jedes Mal die 21 Kilometer bis zum Händler fahren. Deshalb
benötige ich einfach einen Händler vor Ort.

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Re: Zweiräder Mofa, Mopde und Co.

Beitrag von Bubu57 » 08 Mär 2019, 15:44

Jetzt habe ich mich in den letzten Tagen einmal richtig schlau gemacht.
Hatte eine Anfrage an den Peugeot Händler im 21 Kilometer entfernten
Quotshausen geschickt. Also der nimmt meinen alten Peugeot Tweet Roller
in Zahlung. Die melden den neuen Roller auch in Marburg an und ich bezahle
nur die Anmeldung und das Kennzeichen also keine Extrakosten. TÜV usw.
machen die auch und holen bei einer Panne meinen Roller die ersten 24 Monate
auch kostenlos bei mir in Marburg ab.
Jetzt habe ich allerdings noch einen Händler in Gisselberg gefunden das ist ein
Ortsteil von Marburg etwa 8 - 10 Minuten Fahrt von mir entfernt der vertreibt
zwar nicht Peugeot Roller aber er hat Yamaha und Suzuki im Angebot. Habe
mich jetzt einmal auf den Internetseiten von Yamaha und Suzuki umgeschaut
und die haben auch kleinere 125er Roller im Angebot. Der günstigste Suzuki
Roller liegt bei 2.439,00 € und bei Yamaha geht es bei 2.495,00 € los. Im
Vergleich dazu der neue Peugeot Tweet würde 2.399,00 € kosten. Also warum
nicht einmal zur Abwechslung Yamaha oder Suzuki fahren. Preislich käme das
ja schon hin.
Wichtig für mich ist eben vor allem das der Roller nicht zu schwer ist und
er möglichst kompakt ist so das ich ihn wie meinen bisherigen Roller über
die Wiese fahren und auf meine Terrasse hinter dem Haus Wetter-, Wind-
und Diebstahlsgeschützt abstellen kann.
Im Moment warte ich gerade auf einen Rückruf des Gisselberger Händlers
wenn die auch meinen alten Roller in Zahlung nehmen werde ich da wohl
im Frühjahr / Sommer zuschlagen.

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Re: Zweiräder Mofa, Mopde und Co.

Beitrag von Kuddel » 08 Mär 2019, 21:33

Das mit den Händler in der Nähe hört sich gut an,hoffentlich klappt alles so wie du es willst 👍

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